Baraldi, C., Corsi, G. & Esposito, E. (1997). GLU. Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme. Frankfurt am Main: Suhrkamp.

Der Klappentext verdeutlicht,worum es diesem Buch geht: "Dieses Glossar zu Niklas Luhmanns Theorie sozialer Systeme möchte den Zugang zu ihr erleichtern. Denn diese Theorie arbeitet mit einer ständigen internen Verweisungsstruktur, in der jeder zusätzliche Begriff die Anfangsbegriffe spezifiziert und verarbeitet. Diese Zirkularität der Konstruktion wird innerhalb der Theorie erklärt und begründet; sie ist einer der Gründe ihrer Leistungsfähigkeit, aber zugleich erschwert sie die erste Begegnung mit ihren Kategorien - da die Beherrschung der einen die Kenntnis aller anderen im Prinzip voraussetzt, während die anderen ihrerseits in einem unendlichen Kreis von Verweisungen die Kenntnis der Ausgangstheorie erfordern." Die Autoren schlagen Lesewege durch das Buch vor. Auf diesen Wegen wird der Verweischarakter und die Zirkularität der Theorie deutlich erfahrbar. Das Glossar eignet sich zur Annäherung an die Primärliteratur genauso, wie als übliches Glossar während der Lektüre der Primärliteratur.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.