Satir, V. (1999). Kommunikation, Selbstwert, Kongruenz. Paderborn: Junfermann Verlag.

Satir zeigt in diesem Buch die Zusammenhänge zwischen (gelingender) Kommunikation und der Entwicklung in der Familie auf; Familie schildert sie dabei folgendermaßen: "Das Leben in einer Familie ähnelt einem Eisberg: Die meisten Menschen sind sich nur eines Zehntels dessen bewusst, was in der Familie vor sich geht - nämlich jenes Zehntels, das sie sehen und hören. Einige haben den Verdacht, es könnte sich noch mehr unter der Oberfläche verbergen, doch wissen sie nicht, was es ist, und sie haben keine Vorstellung, wie sie es herausfinden könnten." (S. 16). Mit diesem Thema setzt sich Satir auf den folgenden 480 Seiten auseinander, zeigt Wege der Kommunikation auf, weist auf Kommunikationsmuster hin, betont die Bedeutung von Selbstwert und Echtheit für die Entwicklung in der Familie. Familientherapeutisches Grundlagenwerk, das so lebendig und eindrücklich geschrieben ist, dass es ohne weitere Vorkenntnisse verstehend und bereichernd gelesen werden kann.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.