Schirrmacher, F. (2005). Das Methusalem-Komplott. München: Piper.

Schirrmacher nimmt einen Blick auf die Altersstrukturen der deutschen Gesellschaft und die damit verbundenen Bilder von Jugend und Alter. Er stellt die dringliche Notwendigkeit der Entwicklung von Alterskonzepten und Möglichkeiten der Gestaltung des demografischen Wandels dar und weist auf individuelle, politische und ökonomische Aspekte hin. Dieses Buch bezieht sich statistisch auf die Gesamtbevölkerung, die Zahlen, die für behinderte Menschen angenommen werden, bzw. teilweise erhoben wurden (vgl. z.B. Röh 2009) zeigen jedoch, dass das Thema des demografischen Wandels massiv auch auf den Bereich der Behindertenhilfe zukommt - noch fehlen jedoch flächendeckende Strukturen, diesem Thema angemessen zu begegnen.

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Selbstbestimmung und Interpretation

"Über den Begriff Selbstbestimmung ist in Bezug auf Menschen mit Assistenzbedarf bereits viel publiziert worden (...). Ein zentraler Punkt ist hierbei die Interpretation des Begriffs. Selbstbestimmung bedeutet nicht, dass sich behinderte Menschen selbst überlassen sind oder, wie eine Mitarbeiterin berichtete [...]. Selbstbestimmung bewegt sich immer im Spannungsfeld zwischen dem, was eine Person für sich selber möchte (individuelle Kategorie) und dem, was im Kontext einer Gruppe bzw. der Gesellschaft möglich ist (soziale Kategorie) (Theunissen, Plaute 1995)" (S. 79)

Niehoff, U. &Schablon, K.-U. Selbstbestimmung und Teilhabe: Welches Rüstzeug brauchen professionelle Unterstützer? In: Hähner, U., Niehoff U., Sack, R. Walther H. (2005). Kompetent begleiten: Selbstbestimmung ermöglichen, Ausgrenzungen verhindern!. Die Weiterentwicklung des Konzepts »Vom Betreuer zum Begleiter«. Marburg: Lebenshilfe Verlag.