Schirrmacher, F. (2005). Das Methusalem-Komplott. München: Piper.

Schirrmacher nimmt einen Blick auf die Altersstrukturen der deutschen Gesellschaft und die damit verbundenen Bilder von Jugend und Alter. Er stellt die dringliche Notwendigkeit der Entwicklung von Alterskonzepten und Möglichkeiten der Gestaltung des demografischen Wandels dar und weist auf individuelle, politische und ökonomische Aspekte hin. Dieses Buch bezieht sich statistisch auf die Gesamtbevölkerung, die Zahlen, die für behinderte Menschen angenommen werden, bzw. teilweise erhoben wurden (vgl. z.B. Röh 2009) zeigen jedoch, dass das Thema des demografischen Wandels massiv auch auf den Bereich der Behindertenhilfe zukommt - noch fehlen jedoch flächendeckende Strukturen, diesem Thema angemessen zu begegnen.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.