Theunissen, G. (2001). Verhaltensauffälligkeiten - Ausdruck von Selbstbestimmung? Wegweisende Impulse für die heilpädagogische, therapeutische und alltägliche Arbeit mit geistig behinderten Menschen. Bad Heilbrunn/OBB: Klinkhardt.

Sammelband zum Thema Selbstbestimmung von Menschen mit Verhaltensauffälligkeiten. Selbstbestimmung kann auch zu Problemen führen - Überforderung der Praktiker und derjenigen Menschen, die ihr Leben deutlicher "selbst-bestimmten sollen". Das Buch bietet einige spannende Artikel zum Thema und folgt dabei z.T. dem Gedanken der sozialen Konstruktion von Verhaltensauffälligkeiten. Interessanterweise wird keine für das Buch gültige Definition von Selbstbestimmung vorangestellt. Mit Beiträgen von Speck, Jantzen, Wüllenweber, Hinz, Seifert, Hennicke, Escalera und Theunissen.

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Selbstbestimmung - normative Leitidee

"Normative Leitideen können sich in der sprachlichen Gestalt von semantischen Leerformeln manifestieren, wobei eine gesellschaftliche Resonanz mit Hilfe der Ideologisierbarkeit sowie der emotiven und normativen Ausstrahlungskraft der Wörter erzeugt wird.

Aufgrund der inhaltlich-semantischen Beliebigkeit solcher normativen Leitideen sind überraschende Interpretationsmöglichkeiten, doppelte Kontingenzen und Missverständnisse vorprogrammiert." (S. 91)

Krähnke, U. (2007). Selbstbestimmung. Zur gesellschaftlichen Konstruktion einer normativen Leitidee. Weilerswist: Velbrück Wissenschaft.