Waldschmidt, A. & Schneider W. (2007). Disability Studies, Kultursoziologie und Soziologie der Behinderung. Erkundungen in einem neuen Forschungsfeld. Bielfeld: transcript DS.

Textsammlung aus den relevante Themenfeldern der Disability Studies. Behinderung als verkörperte Differenz, Anschluss der Disability Studies an die Machtanalytik Foucaults u.a. Nicht ganz voraussetzungslos, trotzdem sollte dieses Buch Standartlektüre für alle sein, die mit dem Bereich Soziale Arbeit und Behinderung in Kontakt sind. Das Buch ist so aufgebaut, dass im ersten Teil die Grundgedanken und Ansichten der Disability Studies dargestellt werden, auf diese Perspektive aufbauend lassen sich die anderen Beiträge gut lesen. Die eingenommene Perspektive stellt dabei eine Bereicherung dar, sie enttarnt geläufige Denkstrukturen und zeigt an vielen Stellen auf, dass Voraussetzungen im Bereich Behinderung zu oft unhinterfragt als gültig angenommen werden.

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Selbstbestimmung als Schlüsselbegriff

"Selbstbestimmung ist ein Schlüsselbegriff in der gegenwärtigen Diskussion um die Zurückschneidung des Wohlfahrtstaates. Sie impliziert eine Leugnung von sozialen Abhängigkeiten und führt oft genug zu einer Negativbewertung jener, die auf Hilfe angewiesen sind. Sennett behauptet eine Korrelation zwischen Abhängigkeit, Scham und Zorn: Wenn sich die Erfahrung der Abhängigkeit mit einem Gefühl der Scham über diese Abhängigkeit verbindet - was nahe liegt, weil Abhängigkeit negativ konnotiert ist und als persönlicher Makel, als Indiz des Scheiterns verstanden wird - dann entstehen hilflose Wut und Misstrauen." (S. 203)

Dederich, M. (2001). Menschen mit Behinderung zwischen Anerkennung und Ausschluss. Bad Heilbronn: Klinkhardt.