Watzlawick, P. (1992). Wie wirklich ist die Wirklichkeit? Wahn, Täuschung, Verstehen.München, Zürich: Serie Piper.

Konstruktivistischer Beitrag zur Kommunikationsforschung: Wirklichkeit ist das Ergebnis von Kommunikation. Watzlawick beschreibt detailliert und verständlich Probleme der Kommunikationsforschung. Er nutzt zur Verdeutlichung intensive Bilder, z.B. das vom neurotischen Pferd, dessen Lösung eines Problems mit der Lösung zu einem Problem geworden ist. Die Grundannahmen, auf denen Watzlawicks Ausführungen beruhen, sind konstruktivistisch, vermeintliche Sicherheiten löst der Autor dabei oft in Kontingenzen oder Paradoxe auf, betont damit den Konstruktionscharakter der Wirklichkeitswahrnehmung.

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Selbstbestimmung und unendliche Kindheit

"Eltern und auch professionelle Helfer neigen noch oft dazu, den Erwachsenenstatus nicht ernst zu nehmen und auf eine "unendliche Kindheit" zu fixieren. Allein die Sprache, aber auch die Ignoranz gegenüber erwachsenenspezifischen Wünschen und Entwicklungsaufgaben, einem partnerschaftlichen Umgang sowie dem Recht geistig behinderter Menschen, auf Entlassung aus einer lebenslänglichen Erziehungsbedürftigkeit verraten diese immer noch weit verbreitete Gepflogenheit." (S. 57)

Theunissen, G. &Plaute, W. (1995). Empowerment und Heilpädagogik. Freiburg im Breisgau: Lambertus.