Will, F. (1993). Die Last der Selbstbestimmung. Widersprüche in Sozialarbeit, Strafjustiz und Psychiatrie. München: Fachhosch.-Schr. Sandmann.

In seiner Dissertation setzt sich Will mit den Widersprüchlichkeiten von Selbstbestimmung und dem (Un-) Sinn von Kategorisierungen aus Sicht von Betroffenen und im Bereich Tätigen auseinander. Hierbei werden grundlegende philosophische Fragestellungen aufgegriffen. Will beschreibt hierfür drei Klienten und nimmt Rückgriff auf Sokrates, Hegel, Freud, Satre, Perls und Foucault. Spannende und Ambivalenzen erzeugende Lektüre. Regt an, die Praxis weniger determiniert zu betrachten und lenkt den Blick auf nachdenkenswerte Begleiterscheinungen des unreflektierten Postulats nach Selbstbestimmung.

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.