Wüllenweber, E. & Theunissen, G. (2001). Handbuch Krisenintervention. Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung. Theorie, Praxis, Vernetzung. Stuttgart: Kohlhammer.

Wüllenweber und Theunissen geben ein theoretisch fundiertes Handbuch heraus, dass sich selbst als praxisbezogenen Beitrag zur Begleitung behinderter Menschen in kritischen Lebensphasen und mit gravierenden Verhaltensproblemen versteht. In Teil A sind interdisziplinäre Ansätze zur Krisenintervention zusammengefasst; zunächst werden die Schlüsselbegriffe Krise, Intervention und Krisenintervention dargestellt und die Krise als Gegenstand sprachlicher Kommunikation reformuliert. Im Anschluss wird die Krisenintervention psychologisch, psychiatrisch, systemisch-konstruktivistisch und behindertenpädagogisch diskutiert. Teil B des Buches stellt Aspekte der Krisenintervention bei Menschen mit geistiger Behinderung vor, z.B. bezogen auf selbstverletzendes Verhalten, Fremd- Sachaggression und Krisenprophylaxe. Das Buch bleibt stets lesbar und verbindet handlungspraktische Anregungen mit theoretischen Hintergründen auf gute Art und Weise

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Selbstbestimmung, Vollzug und Pragmatik

"Der Begriff Selbstbestimmung besitzt auch eine vollziehende Dimension, im Sinne von Macht über etwas haben oder vollziehendem Handeln." (S. 24)

"Selbstbestimmung bezieht sich auf ein einzelnes Wesen, das sich erkennt indem es sich definiert und Macht über sich ausübt." (S. 29)

"In dem pragmatischen Verständnis geht Selbstbestimmung nicht gänzlich in Handlungsfreiheit über." (S. 28)

"Selbstbestimmung ist bei Menschen mit schwerer geistiger Behinderung unabdingbar auf die Anerkennung durch andere angewiesen." (S. 65)

"Bezeichnend für das pragmatische Verständnis von Selbstbestimmung ist die konkrete relative Handlungsfreiheit." ( S. 28)

 

Weingärtner, C. (2009). Schwer geistig behindert und selbstbestimmt. Eine Orientierung für die Praxis. Freiburg im Breisgau: Lambertus.