Wüllenweber, E. & Theunissen, G. (2001). Handbuch Krisenintervention. Hilfen für Menschen mit geistiger Behinderung. Theorie, Praxis, Vernetzung. Stuttgart: Kohlhammer.

Wüllenweber und Theunissen geben ein theoretisch fundiertes Handbuch heraus, dass sich selbst als praxisbezogenen Beitrag zur Begleitung behinderter Menschen in kritischen Lebensphasen und mit gravierenden Verhaltensproblemen versteht. In Teil A sind interdisziplinäre Ansätze zur Krisenintervention zusammengefasst; zunächst werden die Schlüsselbegriffe Krise, Intervention und Krisenintervention dargestellt und die Krise als Gegenstand sprachlicher Kommunikation reformuliert. Im Anschluss wird die Krisenintervention psychologisch, psychiatrisch, systemisch-konstruktivistisch und behindertenpädagogisch diskutiert. Teil B des Buches stellt Aspekte der Krisenintervention bei Menschen mit geistiger Behinderung vor, z.B. bezogen auf selbstverletzendes Verhalten, Fremd- Sachaggression und Krisenprophylaxe. Das Buch bleibt stets lesbar und verbindet handlungspraktische Anregungen mit theoretischen Hintergründen auf gute Art und Weise

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Selbstbestimmung: Dimensionen

"Der Anspruch über alle Bereiche der eigenen Lebensführung frei und ohne Zwang durch andere entscheiden zu können. Das Selbstbestimmungsrecht eines jeden Menschen ist in Deutschland ein durch die Verfassung garantiertes Recht (Artikel 2 Grundgesetz). Im völkerrechtlichen Sinne beinhaltet das Selbstbestimmungsrecht der Staaten, dass alle Völker und Nationen ihren politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Status frei bestimmen können.

Für die Emanzipation behinderter Menschen spielt das Recht auf Selbstbestimmung eine zentrale Rolle, da dieses Recht auch über den Verfassungsanspruch hinaus in der politischen und sozialen Praxis in Deutschland erst durchgesetzt werden musste und muss." (S. 873)

 

Zirder, H. (Hg; 2003). Was wollen wir, wenn alles möglich ist? Fragen zur Bioethik. München: DVA.